BienenwolfIm Todsfeld wurde inzwischen an einem wunderschönen Südhang das Projekt der Renaturierung einer Kalkmagerrasenfläche verwirklicht. An dem Wanderweg im Todsfeld steht inzwischen auch eine große Informationstafel mit ausführlichen Erläuterungen.

Es ist interessant zu beobachten, wie in relativ kurzer Zeit früher selten gewordene Insekten in den gesamten Lebensraum zurückkehren. Mit einigem Glück kann man diese sogar in unserem Garten oder beim Erkunden der Umgebung betrachten und fotografieren.

Auch der "Nicht" - Endomologe wird sicher schnell Spaß daran finden, sich mit der Wechselwirkung von Schmetterling, Käfer und Wirtspflanze zu beschäftigen. So kommt man schnell zu dem Schluß, das die Beseitigung aller "Un"Kräuter" zur Verarmung der Insektenwelt führt. Man wird unmittelbar bemerken, das es ohne Brennesseln keine Glühwürmchen gibt und man diese als Attraktion an anderer Stelle anschauen muss. Zudem wird man lernen müssen, dass man sich über die Raupe eines Schwalbenschwanzes auf dem Möhrenkraut freuen sollte, zumal diese Raupe nie die Möhre zugrunde richten wird, auf der sie lebt - wie das ein "ungebetener" Schädling in Massen aus anderen Gemüsepflanzen tut.

Wir sind gut beraten, für die Harmonie und das Gleichgewicht zu sorgen, auch in einer Gartenwiese und dabei zu lernen, dass es eigentlich gar keine "Un"Kräuter gibt, sondern nur "Bei"Kräuter.

Auf Wunsch sind Spaziergänge mit einem befreundeten Insektenkundler möglich.